Wer kennt das nicht? Man hat sich irgend ein elektronisches Kleinteil gekauft und möchte es dann auch benutzen. Dem steht jedoch oft erstmal eine Plastikpackung im Wege, deren Öffnung sich ohne grosskalibrige Werkzeuge schwer bis unmöglich gestaltet. Davon abgesehen ist das Wissen über den ökologischen (Un)-Sinn klassischer Verpackungseskapaden ja mittlerweile ohnehin in der Mitte der Gesellschaft angelangt.
Internet-Gigant Amazon nutzt nun seinen grössenbedingt sehr effektiven Hebel um das Problem der sinnfreien Riesenverpackungen auszumerzen. Dazu hat sich der Internethändler mit einigen grossen Herstellerfirmen zusammengesetzt und bietet (bisher 19) ausgewählte Produkte in ökologisch, ökonomisch und ergonomisch sinnvolleren Verpackungen an. Mit von der Partie sind laut Pressemitteilung von Anfang an Fisher-Price, Mattel, Microsoft und Transcend. Amazon.com stellt die 19 am Projektstart teilnehmenden Produkte auf einer eigenen Seite vor.
Bisher sind wie gesagt erst 19 Produkte in Amazon Frustration-Free Packaging erhältlich (wurde natürlich gleich als Markenname geschützt). Amazon-CEO Jeff Bezos wünscht sich jedoch mittelfristig das ganze Produktsortiment in den neuen, schlankeren Verpackungen.
Ab 2009 soll Frustration-Free Packaging auch auf den internationalen Amazon-Seiten (so auch auf Amazon.de in Deutschland) angeboten werden.
Frustration-Free Packaging ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, und aufgrund der schieren Grösse von Amazon ist es sicherlich auch kein allzu kleiner Schritt!
Es bleibt zu hoffen, dass die Kunden dieses wirklich sinnvolle Projekt auch annehmen. Eigentlich spricht auch wenig dagegen, einzig bei Geschenken kann ich mir vorstellen, dass für so manchen Schenker eine grössere Packung auch ein grösseres Geschenk visualisieren könnte.
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