Euphemistisch geht gerade durch die Medien, Coka Cola hätte eine empfängnisverhütende Wirkung. Alle finden das ganz witzig und es wird gescherzt, wie viel Cola man wohl trinken müsse, damit frau die Pille weg lassen kann.
Durch die Medien geht das deshalb, weil das amerikanische Magazin “Improbable Research” seinen jährlichen “ig Nobelpreis” (make people laugh, then think) u.a. an die Forscher verliehen hat, die das herausgefunden haben.
Mich wundert wirklich, dass wir darüber reden, dass diese Chemo-Plörre die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit angreift und sich kein Mensch darüber aufregt.
Nur am Rande erwähnt sei jetzt auch, dass die Studie, die gerade für den Scherz herangezogen wird, aus dem Jahre 1985 (!) ist. Sie trägt den Namen “Effect of ‘Coke’ on Sperm Motility” und erschien im New England Journal of Medicine.
Liste der Gewinner des ig Nobelpreises
Nachtrag:
Die Informationen, die mir für diesen Bericht über die spermizide Wirkung von Cola zur Verfügung standen, waren wohl doch zu oberflächlich. Laut einem Bericht des Focus werden durch das Trinken von Cola keine Spermien abgetötet, der Genuss der Brause zur Empfängnisverhütung macht also überhaupt keinen Sinn.
Allerdings wirkt Cola auf Spermien durchaus tödlich, wenn man Spermien direkt in die Flüssigkeit gibt (werde ich jetztnicht näher ausführen…). Spermizid soll dabei die enthaltene Kohlensäure wirken. Die beteiligten Forscher wollten mit ihrer Arbeit dem Focus-Artikel zufolge einen besonderen Brauch in einem katholischen Studentenheim ergründen. Die dort wohnenden Studentinnen wuschen sich der kolportierten Legende zufolge nach sündigen Nächten die betreffenden Körperregionen mit Cola aus. Vor allzu viel Vertrauen auf diese Verhütungsmethode sei an dieser Stelle jedoch ausdrücklich noch einmal gewarnt.
