Brandneues Elektroauto von der IAA: Der Ford Focus BEV ist zwar noch ein Prototyp, ein erster Flottentest soll jedoch bereits im Frühjahr 2010 in London starten.
15 ausgewählten Fahrern soll dann auch ein kleines Netz von Stromstellen zur Verfügung stehen.
Ein Zeitplan bezüglich der Markteinführung wurde leider noch nicht mitgeteilt, vermutlich ist man sich da bei Ford selbst auch noch nicht allzu sicher. Aussagen zum Preis wären zum jetzigen Zeitpunkt ebenfallls reine Spekulaation.
Mit 100 KW / 136 PS sollten elektrotypisch gute Beschleunigungswerte drin sein, die Höchstgeschwindigkeit des Ford Focus BEV liegt jedoch noch bei 136 Km/h.
Die Reichweite des Ford Focus BEV soll bei 120 Kilometern liegen. Um die Akkus dann wieder aufzuladen gibt Ford eine Zeit von 6 bis 8 Stunden an einer herkömmlichen 220 Volt Steckdose an.
Abschliessend noch die Pressemitteilung im Volltext:
FORD FOCUS BEV-PROTOTYP: VOLLWERTIGER KOMPAKTWAGEN MIT MODERNEM ELEKTROANTRIEB
Batteriegetriebener Elektro-Pkw auf Ford Focus-Basis debütiert auf der IAA
Erster europäischer Elektro-Pkw mit Batterie-Antrieb von Ford startet 2010 in einen Feldversuch
Ford Focus BEV-Prototypen nehmen teil an britischem Forschungsprojekt für Fahrzeuge mit ultraniedrigen CO2-Emissionen
Weitere Feldversuch-Projekte in Europa denkbar
KÖLN, September 2009 – Ford stellt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt das erste Modell einer ganzen Flotte von Ford Focus-Prototypen mit batteriegestütztem Elektroantrieb vor. Die 15 eigens entwickelten Versuchsfahrzeuge nehmen ab Frühjahr 2010 an einem groß angelegten Praxistest der britischen Regierung für Automobile mit ultraniedrigem CO2-Ausstoß (Ultra-Low Carbon Vehicles) teil. Dabei sollen sie unter Beweis stellen, dass sie sich prinzipiell für die Aufnahme in das zukünftige europäische Modellprogramm von Ford eignen.
Die 15 Battery Electric Vehicles (BEV) gehen dabei in die Hände eines Konsortiums, das sich aus dem Energie-Unternehmen „Scottish and Southern Energy“ (SSE), der Strathclyde University und Ford zusammensetzt. Pilotiert werden sie von Mitarbeitern der SSE sowie ausgesuchten Referenzfahrern im Großraum Hillingdon, dem westlichsten Stadtbezirk von London. Dort entsteht auch eine entsprechende Infrastruktur zum Aufladen der Batterien.
Die Entwicklung der BEV-Flotte wurde mit öffentlichen Geldern des britischen Technology Strategy Board (TSB) unterstützt. Der TSB fördert innovative Industrieprojekte, die das nationale Verkehrswesen verbessern und gleichzeitig CO2-Emissionen reduzieren.
„Der Elektroantrieb zählt zu den wichtigen Schritten auf dem Weg von Ford zu einer effizienteren und nachhaltigeren, gleichwohl aber auch alltagstauglichen und für unsere Kunden bezahlbaren Mobilität“, erläutert John Fleming, Chairman & CEO Ford Europa. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den einzelnen Projektpartnern die Entwicklung realistischer Lösungen und eines robusten Marktes für Elektrofahrzeuge in Europa voranzutreiben.“
Ford Focus BEV-Prototypen mit einer Reichweite von 120 Kilometern
Der BEV-Prototyp basiert auf dem aktuellen europäischen Ford Focus. Sein vollelektrischer Antrieb stammt vom strategischen Partner Magna International und baut auf jener Technologie auf, die derzeit auch für die neue globale C-Segment-Fahrzeugarchitektur entwickelt wird und 2011 in Nordamerika debütieren wird.
Aufgabe der 15 Automobile umfassenden Ford Focus BEV-Testflotte ist es, die Eignung dieses batteriegestützten Elektroantriebs für europäische Straßen- und Verkehrsbedingungen zu überprüfen. Ihre speziellen Vorteile: Als „Zero Emission Vehicles“ emittieren sie keinerlei Abgase, halten also speziell im innerstädtischen Verkehr die Luft rein. Zugleichen bieten sie genügend Platz für bis zu fünf Erwachsene, einen praktischen Kofferraum und viele weitere Attribute, mit denen auch die konventionellen Ford Focus-Modelle in ihrer Klasse Maßstäbe setzen.
Dabei überrascht der Ford Focus BEV mit einer bemerkenswert hohen Alltagstauglichkeit. So stellt der in die serienmäßige Karosserie integrierte Lithium-Ionen-Akku modernster Generation ein Energievolumen von 23 Kilowattstunden zur Verfügung – genug, um dem 100 kW (136 PS) starken Magnet-Motor eine Reichweite von gut 120 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 136 km/h zu ermöglichen. Angeschlossen an eine herkömmliche 220-Volt-Steckdose, ist der Aufladezyklus in sechs bis acht Stunden abgeschlossen.
Weitere Besonderheit der Prototypen: Sie profitieren von fortschrittlichen Features, die Ford in Nordamerika bereits erfolgreich in seinen Hybridmodellen einsetzt. Hierzu zählt beispielsweise die elektrisch geregelte Klimakontrolle inklusive des Hochspannungs-Klimakompressors aus dem jüngst auf dem US-Markt eingeführten Ford Fusion Hybrid.
Die erfolgreiche Kooperation hinter dem britischen Praxistest zeigt das Potenzial für weitere Feldversuche mit Elektro-Prototypen in anderen europäischen Ländern auf.
„Für die Entwicklung des Elektroantriebs setzt Ford auf effiziente Weise die globalen Forschungs-Ressourcen des Unternehmens und die Innovationskraft seiner Mitarbeiter ein“, betont John Fleming. „Mit den Ford Focus BEV-Prototypen gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger, für den Verbraucher alltagsgerechter und erschwinglicher Mobilitätslösungen.“
Technische Daten:
Ford Focus BEV-Prototyp
Batterie-Technologie Lithium-Ionen-Tri-Metall
Batterie-Kapazität 23 kWh
Ladezeit 6 bis 8 Stunden bei 220-Volt-Anschluss
Elektroantrieb Permanent-Magnetmotor
Leistung 100 kW (136 PS)
Max. Drehmoment 320 Nm
Höchstgeschwindigkeit 136 km/h
Reichweite 120 km
