Google Patent: Datencenter mit Strom aus Ozeanwellen

Vom in jüngster Zeit immer öfter in erster Linie als Datenkrake verschrieenen Suchmaschinengiganten Google kommt (möglicherweise) eine Innovation in Sachen Nachhaltigkeit auf die Welt zu. In einem bereits 2007 beantragten und vor wenigen Tagen bewilligten Patent beschreibt Google ein auf nachhaltiger Energiegewinnung basierendes Datencenter.

Die neue Generation von Datencentern soll auf Schiffen im Ozean platziert werden. Dort steht naturgemäss erstens genug Wasser zur Kühlung zur Verfügung. Nicht zuletzt aber soll auch die Energie der Ozeanwellen zur Stromgewinnung genutzt werden. Funktionieren soll dies mit riesigen Schläuchen, die auf dem Wasser schwimmen. Deren Bewegung wird mittels Hydraulikpumpen und Generatoren zu Elektrizität umgewandelt.

Google Datencenter Wellenkraftwerk

Bereits 2004 ging ein erster Prototyp eines solchen Pelamis (Seeschlange) genannten Wellenkraftwerks vor der Küste Schottlands in den Testbetrieb.
Google betreibt weltweit etwa 30 Datencenter, Tendenz steigend. Der Energiebedarf dieser Einrichtungen enorm, als vor einiger Zeit neue Datencenter in Litauen und Österreich im Gespräch waren, stellte die unmittelbare Nähe von Wasserkraftwerken einen echten Standortvorteil dar.
Der Energiebedarf eines Google Datencenters soll Spekulationen zufolge bei etwa 30 Megawatt liegen. Einsparpotential wäre mit einem solchen Projekt also durchaus gegeben. Zu bedenken ist auch, dass Google ja bei weitem nicht das weltweit einzige Unternehmen mit grossen Datencentern ist. Mittlerweile wird der Energieverbrauch der IT-Industrie ja schon in einer Grössenordnung mit dem der Luftfahrt gesehen.

via technovelgy
Patentbeschreibung
Auch interessant in diesem Zusammenhang: Artikel im Handelsblatt zum Strombedarf von Rechenzentren

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