Über den Club of Pioneers bin ich auf ein Projekt der Uni Stuttgart gestossen, die ich selber mal eine Weile regelmässig aufgesucht habe. Unter dem Projektnamen Hydrogenius arbeiten die Stuttgarter an einem Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb. Die Integration einer bereits existierenden Antriebseinheit in ein bereits auf dem Markt erhältliches Flugzeug wäre den Projektverantwortlichen zu Folge wenig sinnvoll gewesen:
Ein in Bezug auf Treibstoffverbrauch und Emissionen umweltfreundliches und wirtschaftliches Brennstoffzellen-Flugzeug lässt sich nur durch einen multidisziplinär optimierten Entwurf realisieren. Die reine Integration in eine vorhandene Zelle führt hier nicht zum Ziel. Forderungen nach geringem Antriebsbedarf des Flugzeugs, hohem Gesamtwirkungsgrad des Antriebs, geringem Gewicht sowie einer schadstoffarmen Umsetzung der mitgeführten Energie lässt sich nur mit einem “maßgeschneiderten Konzept” verwirklichen.
Schwaben können ja bekanntlich alles ausser Hochdeutsch Englisch.
In der Sache finde ich das Projekt aber durchaus interessant. Vor allem, falls die Brennstoffzellentechnologie eines Tages auch mal in grösseren Flugzeugen zum Einsatz kommen sollte. Hydrogenius selbst ist nämlich im Endeffekt ein Motorsegler mit einer maximalen Nutzlast von 180 Kilogramm.


