Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP haben sich etwa 20 Energiekonzerne und Autohersteller auf eine europäische Stecker-Norm für Elektroautos geeignet. Der Stecker soll dreiphasig sein und mit 400 Volt Spannung und bis zu 63 Ampere Stromstärke die Strombetankung dann recht flott von statten gehen lassen.
Mehr Details, auch über die teilnehmenden Unternehmen, sollen auf der ab morgen statt findenden Hannover Messe bekannt gegeben werden.
Die bis jetzt recht knappen Infos stammen laut AFP von einer Sprecherin des Energiekonzerns RWE.
Da stellt sich mir doch eine Frage, die in den berichtenden Medien bisher nicht aufgetaucht ist:
Wirklich interessant ist ja eigentlich nicht nur, welche Autohersteller mitmachen, und wie der Stecker dann genau aussieht und funktioniert.
Vielmehr frage ich mich, was Stromunternehmen wie RWE dazu treibt, der Initiative beizutreten. Werden wir dieser Tage etwa konkrete Pläne für ein europäisches Stromtankstellennetz hören?
Dies wäre für viele sicher eine absolut wünschenswerte Nachricht. Wenn man sich trotz aufkommender Euphorie kurz mal vor Augen führt, dass Mitinitiator RWE beispielsweise ein Produkt namens “ProKlimaStrom” vermarktet, das hauptsächlich Atomstrom beinhaltet, nicht wirklich günstiger als “richtiger” Ökostrom ist, und die verantwortliche Werbeagentur Jung von Matt anscheinend auch noch rechtlich gegen Kritiker vorgehen will, ist das dann schon wieder ernüchternd.
Nun ja nichtsdestotrotz – mal sehen, was es in den nächsten Tagen neues zu hören gibt.

