Solarhandys werden mit Sicherheit nicht deutlich dazu beitragen können, das Problem der Energieversorgung der Menschheit zu lösen.
Nett sind sie dennoch.
Das Puma Phone, welches der Sportartikelhersteller zusammen mit Sagem im April auf den Markt bringen wird, ist jedenfalls auf der Rückseite mit einem Solarpanel versehen. Eine Stunde Sonne soll laut Hersteller für 15 Minuten Gesprächszeit reichen.
Die sonstige technische Ausstattung des Puma Phone ist up to date. HSDPA, Bluetooth und ein MP3-Player, der mit einer Akkuladung bis zu 24 Stunden dudeln können soll (laut Hersteller…). Mit GPS und Kompass ist das Puma Phone auch für Outdoor-Aktivitäten eine Überlegung wert.
Hierfür wäre es vielleicht noch sinnvoll gewesen, dem Ding zwei Schlaufen zu verpassen, so daß man es zum Aufladen auf den Rucksack schnallen kann. Aber vielleicht kommt das ja noch.
go-shred ist der Name einer Internet-Mitfahrzentrale, welche sich auf Fahrten in die Wintersportgebiete spezialisiert hat.
Manch einer mag ja den Wintersportbetrieb als solchen verdammen, viele frönen jedoch auch dem Hedonismus und lassen auch mal fünfe gerade sein.
Und wenn man dann schon mal unterwegs ist, kann man ja trotzdem ein wenig Sprit sparen.
Völkl besinnt sich auf die Urzeit des Skisports und bringt einen Ski auf den Markt, der weitgehend aus Holz gefertigt ist.
Der Völkl Amaruq Eco soll ab September 2010 auch tatsächlich auf den Markt kommen. Allerdings in einer limitierten Auflage mit fortlaufender Seriennummer auf einer Metallplakette. Das riecht leider eher nach “Öko-Marketing” und “teurem Feigenblatt”, weniger nach einem unmittelbar bevorstehenden ökologischen Umbruch in der gesamten Skiproduktion. So habe ich auch noch nicht in Erfahrung bringen können, was der Amaruq eco kosten soll.
Aber vielleicht wird ja mehr draus, wenn sich diese erste Serie gut verkauft. Gut aussehen tut das Ding auf jeden Fall! Artikel weiterlesen »
Gerade auf wired.com gefunden: Ein Bericht über Elon Musk, CEO des Unternehmens Tesla, welches laut eigener Aussage “the quickest and the most energy-efficient cars on the planet” verkauft.
Gegenstand des Artikels: Elon Musks Privatflugzeug vom Typ Dassault Falcon 900.
Wired mokiert sich vor allem darüber, dass Tesla die Betriebskosten des im Privatbesitz von Musk befindlichen Flugzeugs übernimmt. Diese sollen sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahres auf etwa 175.000 Dollar belaufen haben. Immerhin hat das Unternehmen gerade erst einen vergünstigten Kredit auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler bekommen.
Auf der anderen Seite stehen dann natürlich auch noch die Themen CO2 und Effizienz.
Sicherlich wird es Stimmen geben, welche darauf hinweisen, dass der CEO dreier bedeutender Firmen flexibel reisen können muss.
Ausser Tesla ist Elon Musk ja auch noch für die Firmen SolarCity (Installation von Solaranlagen) und SpaceX (Raumfahrt) verantwortlich.
Optimales Marketing für an nachhaltigen Produkten interessiertes Publikum sieht jedoch mit Sicherheit anders aus.
Ecovative Design ist ein gerade mal drei Jahre junges Unternehmen aus New York.
Zwei Produkte sind bislang im Sortiment. Beiden gemeinsam sind die verwendeten Rohstoffe: Auf Spreu von Reis, Buchweizen oder Baumwolle wachsen spezielle Pilze, deren Myzele mit der Trägermatrix im Laufe des Wachstums eine homogene, Feste Substanz ergeben. Zur Wachstumsbeschleunigung kommen noch Nährstoffe auf die gereinigte Spreu. Durch die Aufzucht in passend geformten “Blumentöpfen” lässt sich der Myzelklotz in die gewünschte Form bringen.
Verwendet wird das ganze dann entweder als Ersatz für Schaumstoffbauteile in der Verpackungstechnik oder aber als Isoliermaterial für Häuser. Artikel weiterlesen »
Nach diesem Motto geht der “White Goat Paper Recycler” vor. Unternehmen mit hohem Altpapierausstoß können diesen jetzt direkt vor Ort einer neuen Bestimmung zuführen.
Ob die Maschine wirklich effizienter ist als die Verwertung in industriellem Maßstab, stell ich mal in Frage.
Nicht zu unterschätzen ist jedoch der Sicherheitsgewinn gegenüber einem konventionellen Reißwolf. Denn während ein Shredder noch kleine Altpapierfetzen im Altpapiercontainer zurück lässt, wird sich wohl kein potentieller Datendieb noch mit den Relikten des “White Goat Paper Recycler” beschäftigen wollen.
Tesla plant seine Aktien zukünftig auch an der Börse zu handeln. Ein entsprechender Antrag wurde bei der US-Börsenaufsicht gestellt und ist auch online einzusehen.
Der Börsengang soll rund 100 Millionen Dollar an zusätzlicher Liquidität bringen. Der elektrisch angetriebene Sprtwagen Tesla Roadster wurde bereits knapp 1000 mal verkauft. Bereits vor einigen Tagen hat Firma von der US-Regierung einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 465 Millionen Dollar erhalten, mit dem die Fabrikationsanlagen für das kommende Model S (Foto) errichtet werden sollen.
Bis jetzt hat Tesla noch keinerlei Gewinne erwirtschaftet, was in diesem frühen Stadium wohl auch kein Grund zur Besorgnis ist.
Über die Zukunft von batteriebetriebenen Elektroautos im Allgemeinen und Sportwagen im besonderen kann man denken, was man will. Ich hatte jedoch bei der letzten IAA mal die Möglichkeit, in einem Tesla Roadster mitzufahren. Das Erlebnis, eine beinahe lautlose Kraft zu spüren, die das Auto in 4 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen kann, war auf jeden Fall überwältigend.
Das ist supergoldig, pädagogisch wertvoll, und hochgradig nachhaltig:
Diese Holzeisenbahn mit Tonkamm statt Kuhfänger fährt auf einer Holzbahn, auf welcher Stifte montiert sind, welche den Noppen auf der Walze einer Spieldose entsprechen.
Das ganze nennt sich “Original Soundtrack” und ist leider bislang erst ein Konzept.
Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Kriminell und klimaneutral: Wie die FAZ berichtet, wird der Handel mit Emissionsrechten mehr und mehr zu einer Quelle der ebenso schnellen wie unrechtmäßigen Bereicherung:
Betrüger kaufen in einem EU-Land Emissionsrechte ein, und müssen dort keine Mehrwertsteuer bezahlen, da das Zertifikat daraufhin in ein anderes Land „exportiert“ wird. Dort wird es nochmals weiterverkauft, die Rechnung wird diesmal inklusive Mehrwertsteuer gestellt. Der neue Käufer holt sich die Steuer vom jeweiligen Finanzamt zurück, da das Emissionsrecht nun wieder „zurückexportiert“ wird. Der erste Käufer führt die berechnete Steuer jedoch nicht ans Finanzamt ab, sondern verschwindet damit.
Diese „Karussellgeschäfte“ funktionieren in der EU grundsätzlich mit praktisch allen Produkten. Durch den Handel an elektronischen Börsen eignen sich Güter wie Strom, Gas, oder eben auch Emissionsrechte jedoch offensichtlich besonders gut für solche Gaunereien.
Umweltschädlich ist die Zockerei übrigens nicht.
Europol schätzt den in den letzten 18 Monaten entstandenen wirtschaftlichen Schaden jedoch auf 5 Milliarden Euro. In einzelnen EU-Staaten sollen bis zu 90 Prozent des Emissionsrechtehandels nur dazu gedient haben, sich auf Kosten des Finanzamts, beziehungsweise der Steuerzahler illegal zu bereichern.