Elektrofahrräder: Ein Überblick

Auf der IAA in Frankfurt ging der Trend dieses Jahr ganz klar hin zu Elektro- Hybridautos.
Auf der wichtigsten Fahrradmesse Europas, der Eurobike in Friedrichshafen, gab es vergleichbare Tendenzen:
Fahrräder mit elektrischer Unterstützung der Muskelkraft, Pedelec genannt, füllten heuer eine ganze Halle. Pedelecs lassen sich, wie gesagt, nicht rein elektrisch fahren. Der Elektromotor „schiebt“ nur an, wenn der Fahrer ohnehin in die Pedale tritt. Das passiert ausserdem nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h. Somit wird für ein Pedelec kein Führerschein benötigt. Auch eine Helmpflicht gilt für Pedelecs nicht.
Radsportenthusiasten zucken beim Thema „Elektrofahrrad“ bislang nur mit den Schultern.
Doch der anvisierte Käuferkreis ist auch ein anderer: Pedelecs sollen vor allem im Stadtverkehr den einen oder anderen Autofahrer zum umsteigen bringen. War man bislang ohnehin schon oftmals mit dem Fahrrad schneller am Arbeitsplatz, so ist man das mit elektrischer Unterstützung auch noch relativ unverschwitzt.
Neben Allerwelts-Pendlern sind Pedelcs also durchaus auch für Radsport-begeisterte, die Ihr Bike bislang morgens lieber in der Garage stehen lassen, eine interessante Option.
Die Räder sind mittlerweile recht ausgereift. Ich konnte auf der Eurobike ein wenig Probe fahren, und es hat richtig Spass gemacht. Mit fortschreitender Entwicklung haben sich auch verschiedene Nischen im E-Bike-Markt herauskristallisiert. Im Folgenden stelle ich einige Vertreter der einzelnen Pedelec-Gattungen vor:

Klappbares Kompaktrad: Ecobike Urban
Ecobike Urban Pedelec
Das Ecobike Urban ist schnell und platzsparend zusammenklappbar. So kann der Stadtfloh auch mit in die UBahn oder bequem mit ins Auto. Die Reichweite liegt bei für ein Elektrorad eher knappen 40 bis 50 Kilometern, der Akku wurde bewusst kompakt gehalten. Für den vorgesehenen Einsatzbereich ist diese Distanz jedoch vollkommen ausreichend. Die Ladezeit liegt bei angegebenen 4 bis 6 Stunden.
Die Sitzposition des Elektro-Klapprads ist bequem und aufrecht. Das Ecobike Urban ist zu Preisen um die 1.500 Euro im Handel erhältlich.

Elektro-Citybike: A2B Hybrid
A2B Hybrid Elektrofahrrad
Die Sitzposition des A2B Hybrid ist entspannt und eher aufrecht. So hat man auch im Stadtverkehr den Überblick. Auf dem fest installierten Gepäckträger lässt sich kleineres Gepäck sicher verstauen.
Die Akku-Ladezeit des A2B liegt bei 4 bis 6 Stunden. Vollgeladen soll das dann für bis zu 80 Kilometer Reichweite langen. Vorausgesetzt, man ist in der schwächsten von drei verschiedenen elektrischen Unterstützungsstufen unterwegs.
Preis ist mir leider noch nicht bekannt.

Sportliches Elektro-Mountainbike: KTM Energo Race
KTM Energo Race
Das KTM Energo Race ist das wohl bisher sportlichste Pedelec. Und es gefällt mir richtig gut 🙂
Sowohl Sitzposition, als auch die verwendeten Komponenten (bis auf den Elektro-Antrieb) des KTM entsprechen denen eines sportlichen Mountainbikes.
Der 250-Watt Motor des Energo Race hilft dem Fahrer in vier verschiedenen Unterstützungsmodi. Die Pedalkraft des Fahrers wird dabei um jeweils bis zu 35%, 75%, 150% oder 300% ergänzt..
In der stärksten Stufe stehen dann bis zu 32 Nm an Drehmoment zur Verfügung.
Eine vollständige Akkuladung dauert etwa 3 bis 4 Stunden, die Reichweite liegt (in der schwächsten Stufe) bei bis zu 90 Kilometern. Bergab, beim Bremsen wird der Akku ebenfalls aufgeladen.
Der Preis des KTM Energo Race liegt bei empfohlenen 2.399 Euro, lieferbar ist das Gerät voraussichtlich ab Mitte Oktober.

This entry was posted in Verkehr. Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.