Peugeot HyMotion 3 Compressor heisst der erste Wiedergänger des ebenso innovativen wie allerdings leider auch erfolglosen BMW C1.
Doch die Studie von Peugeot geht weiter als der Vorganger aus Bayern. Zunächst fallen natürlich die drei Räder ins Auge, die den HyMotion 3 noch ein Stück näher in Richtung “normales Auto” rücken, als es der BMW C1 war. Ausserdem bietet die Kabine des Franzosen Platz für 2 Personen. Der BMW hingegen C1 beförderte nur den Fahrer selbst im Trockenen – der Beifahrer musst auf dem “Gepäckträger” Platz nehmen.
Vor allem aber sind das handliche Format und das Karosseriekonzept nicht alles, was der Peugeot HyMotion 3 Compressor in Sachen Treibstoffeffizienz zu bieten hat.
Ganz zeitgemäss verfügt der dreirädrige Rollenämlich über einen Hybridantrieb. Das Hinterrad des HyMotion 3 wird von einem 20 PS starken Kompressormotor mit 125 ccm Hubraum angetrieben. An den Vorderrädern sitzt jeweils ein kleiner Elekromotor mit 4,5 PS. Im Gegensatz zu anderen Hybridfahrzeugen treibt der Verbrennungsmotor des Peugeut keinen Generator an – ausschliesslich Bremsenergie wird in elektrischen Strom verwandelt. Gerade für ein Stadtfahrzeug ist dieses Konzept durchaus sinnvoll, im stop-and-go Verkehr wird ja sehr viel gebremst. Alles in Allem beträgt der Verbrauch des HyMotion 3 jedenfalls schlanke 2 Liter auf hundert Kilometer.
Bisher wird der Peugeot Hymotion 3 von den Franzosen noch als Studie deklariert. Daher wurde auch noch kein Preis für den Benzin sparenden Dreiradroller genannt. Angesichts abflauender Konjunktur und nach wie vor hoher Treibstoffpreise stünden die Chancen für eine erfolgreiche Markteinführung aber wohl deutlich besser als vor acht Jahren, als BMW mit dem C1 der damaligen Zeit wohl einfach voraus war.



6 Comments
Na ja, BMW… Auch diesem Konzept fehlt noch 1 Kleinichkeit:
komplett geschlossene Karosserie. Dann kann man auch im Winter und beim Regen fahren. Leider keiner hat Mut so was zu bauen, angeblich ist noch nicht die Zeit gekommen. Analysten, Meinungsforscher und Manager – schaut bitte Hayek-Teorie über Emmotionalen Produkten!
Stimmt. Mit drei Rädern sollte eine geschlossene Karosserie- im Gegensatz zum BMW-Roller ja durchaus möglich sein.
Was für eine Theorie ist das? Google hat mir keine Infos gegeben.
Hallo Florian, ich vermute aus NÖ, oder?
Nicolas Hayek: emotionale Konsumgüter.
Auschnitt:
Bitte erinnern Sie sich daran,
wenn Sie für eine Firma eine Strategie
entwickeln müssen, es gibt drei
wichtige Prioritäten, die Sie sich in
diesem Wulst von Problemen in einem
komplexen System immer vergegenwärtigen
müssen:
I. Das Produkt
2. Das Produkt
3. Das Produkt und das Umfeld des
Produktes. Vergessen Sie das nie!
Ah Okay, es war also doch der Swatch-Hayek gemeint.
Der wäre ja eigentlich durchaus geeignet für Marketing / Konzeption eines solchen Fahrzeugs.
Aber sonst steh ich schon wieder auf dem Schlauch: “NÖ”? “Niederösterreich”?
Nein, ich wohn in Deutschland, falls du das meinst
Also ich find das Ding geil. Frag mich, ob es beim Auto- oder Rollerhändler vertrieben wird und natürlich was es kosten soll. Wenns deutlich weniger sein sollte als ein Kleinwagen (max. 7000,-) würd ichs mir sogar holen, mein Auto und meinen Roller abschaffen. Natürlich erst nach einer ausgiebigen Probefahrt. Man kauft ja nicht die Katze im Sack.
Der Hauptvorteil gegenüber dem BMW, sehe ich darin, daß ein PKW-Führerschein reicht. Dadurch wird eine extrem große Käuferschicht mit Geldbörse ohne Motorradführerschein angesprochen. Der niedrige Verbrauch passt in die heutige Zeit.