Seit 1997 ist der Hybrid-Veteran Toyota Prius auf dem Markt. Der Akku des bisherigen Modells wird durch Rückgewinnung von Bremskraft und den Benzinmotor an Bord aufgeladen. Eine Aufladung übers Stromnetz ist bislang nicht möglich.
Auf der IAA in Frankfurt wurde nun auch ein Plug-in Prius vorgestellt, der biszu 20 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Statt der Nickel-Metallhydrid-Akkus des bekannten Modells sind im Plug-in Prius Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Um diese vollständig aufzuladen, werden etwa 1,5 Stunden benötigt. Der Plug-In Prius wird zunächst nur in einer Auflage von 500 Exemplaren ausgewählten Großkunden zur Verfügung stehen. Nachdem die Ergebnisse dieses Flottentests ausgewertet sind, erfolgt dann erst zu einem späteren Zeitpunkt die endgültige Markteinführung.
Etwas kritisch sehe ich übrigens die von Plug-in Hybrid Herstellern gerne veröffentlichten extrem niedrigen CO2-Werte, da diese mit der zugrunde gelegten Fahrstrecke ab Steckdose stehen und fallen.
Toyota gibt für den Plug-in Prius 60 Gramm CO2 auf den Kilometer an.
Aus der Pressemeldung:
Der auf dem Prius der neuesten Generation basierende Prius Plug-in baut im Wesentlichen auf dem Toyota Vollhybridantriebsstrang auf. Als Vollhybridfahrzeug lässt er sich sowohl mit dem Elektromotor als auch mit dem Benzinmotor fahren. Im rein elektrischen EV-Modus bietet der Prius Plug-in eine deutlich höhere Reichweite, und sein Benzinmotor verleiht ihm zugleich eine uneingeschränkte Langstrecken-Kapazität.
Der Prius Plug-in krankt also weder an der begrenzten Reichweite aktueller Elektrofahrzeuge, noch unterliegt er wie diese Problemen beim Packaging. Zugleich lässt er sich einfach an haushaltsüblichen Steckdosen oder öffentlichen Ladestationen aufladen.
Mit einer Anzahl von über 500 Prius Plug-in mit Lithium-Ionen-Batterien startet Toyota Ende diesen Jahres ein Leasingprojekt mit ausgewählten Flottenkunden. Mehr als 150 dieser Fahrzeuge kommen in Europa zum Einsatz. Die während dieser Phase erhobenen Daten zum Fahr- und Ladeverhalten der Kunden werden es Toyota gestatten, die tatsächliche Leistungsfähigkeit des neuen Toyota Plug-in-Hybridfahrzeugs zu dokumentieren und gezielt auf die Anforderungen der Kunden einzugehen.Fahrleistungen
Der Hybridantriebsstrang des Prius Plug-in ist vergleichbar mit der Architektur des regulären Prius. Er ist jedoch mit einer neu entwickelten, leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie anstatt des bisher verwendeten Nickel-Metallhydrid-Speichers ausgestattet.
Lithium-Ionen-Batterien, die eine andere Leistungscharakteristik aufweisen als ihre Gegenstücke auf Nickel-Metallhydrid-Basis, kommen damit erstmals in einem Toyota Hybridfahrzeug zum Einsatz.
Zugleich fallen sie kompakter aus, da sie eine höhere Energiedichte aufweisen. Infolgedessen steigt weder das Fahrzeuggewicht, noch ergeben sich Packaging-Probleme: Trotz einer wesentlich höheren Reichweite im rein elektrischen Fahrbetrieb beansprucht die Lithium-Ionen-Batterie des Prius Plug-in nicht mehr Platz als die Nickel-Metallhydrid-Batterie des herkömmlichen Prius.
Darüber hinaus lassen sich Lithium-Ionen-Batterien schneller laden als Nickel-Metallhydrid-Batterien – ein entscheidender Faktor für die Alltagstauglichkeit eines Plug-in-Hybriden. Die Batterie des Prius Plug-in ist in 1,5 Stunden voll geladen.
Zugleich verleiht die leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterie dem Prius Plug-in ein besonders kraftvolles Beschleunigungsvermögen und verhilft ihm im rein elektrischen Betrieb zu einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Mit voll geladener Batterie steigt seine elektrische Reichweite auf etwa 20 Kilometer. Auf längeren Strecken arbeitet der Prius Plug-in dann wie ein normales Vollhybrid-Fahrzeug.
Die durchschnittlichen CO2-Emissionen liegen unter 60 Gramm pro Kilometer. Etwa 30 Prozent weniger als beim herkömmlichen Prius. Zugleich trägt er wie alle anderen Vollhybrid-Fahrzeuge zu einer deutlichen Senkung der Rußpartikel- und Feinstaub-Emissionen bei.
Ein zentraler Vorteil des Prius Plug-in liegt in seinen geringeren CO2-Emissionen aufgrund der höheren elektrischen Reichweite. Eine noch größere Senkung des CO2-Ausstoßes lässt sich je nach den in dem jeweiligen Einsatzgebiet bevorzugt zur Stromerzeugung eingesetzten Primärenergieträgern erzielen. Je geringer der Anteil fossiler Energieträger am Ladestrom, desto günstiger fällt die Gesamt-CO2-Bilanz des Prius Plug-in aus.
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Ist das Fahrzeug zum Laden an das Netz angeschlossen, lässt sich die Klimatisierungsautomatik des Prius Plug-in aus der Ferne aktivieren und das Fahrzeuginnere bereits vor der Abfahrt durch Kühlen oder Heizen angenehm temperieren.
Zugleich erhielt der Prius Plug-in eine neue Hybridsystem-Anzeige, um den Fahrer dabei zu unterstützen, den größtmöglichen Vorteil aus der erweiterten elektrischen Reichweite zu ziehen. Dazu wird mit dem Ladezustand zugleich die verbleibende elektrische Reichweite eingeblendet.
Darüber hinaus lässt sich das Display auf einen Anzeige-Modus umschalten, der den besonderen Beitrag des Prius Plug-in zur Senkung der CO2-Emissionen visualisiert. Er besteht aus einer Computergraphik eines einzelnen Baums, der sich beim Laden der Batterie nach und nach in einen ganzen Wald verwandelt.
Als bedeutende Entwicklungsstufe in Sachen umweltgerechter Mobilität im städtischen Raum bietet der Prius Plug-in Pendlern und Stadtbewohnern alle Vorzüge eines Elektrofahrzeugs ohne dessen Einschränkungen. Sein weiterentwickelter Hybridantrieb verbindet eine deutlich gesteigerte Reichweite im emissionsfreien elektrischen Fahrbetrieb mit echter Langstrecken-Kapazität und lässt sich an einer herkömmlichen Steckdose in 1,5 Stunden voll aufladen.


