Schwerter zu Pflugscharen, Drohnen zu Medizintransportern

Üblich ist es ja, dass jede neue Technologie baldmöglichst hinsichtlich ihrer militärischen Verwertbarkeit und Vermarktbarkeit überprüft wird.
Gelegentlich sind jedoch auch gegenläufige Prozesse zu beobachten. In Südafrika etwa präsentierte der NHLS (ein Zusammenschluss verschiedener medizinischer Institutionen) nun ein entsprechendes Projekt. Ziel dieses Projekts ist es ist, Technologie, welche normalerweise in Aufklärungsdrohnen zum Einsatz kommt, für die medizinische Versorgung entlegener Regionen nutzbar zu machen. Die mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüsteten “medizinischen Drohnen” können eine Nutzlast von 500 Gramm bis zu 40 Kilometer weit transportieren. Am Zielort angekommen, ist sowohl ein autonomer, wie auch ein manuell gesteuerter Landevorgang möglich. Durch Ersatz von Nutzlastkapazität durch zusätzliche Akkus, kann die Reichweite auf bis zu 100 Kilometer gesteigert werden.
Vor allem medizinische Proben wollen die Forscher vom NHLS so zur Untersuchung ins Labor bringen. Die Ergebnisse werden in Gebieten ohne Festnetzanschluss üblicherweise via SMS mitgeteilt. Auch denkbar ist der Versand dringend benötigter Medikamente, etwa von Gegenmitteln nach Giftschlangenbissen.
Das Forscherteam vom wartet momentan noch auf die Genehmigung der südafrikanischen Luftfahrtbehörde. Dann ist ein erster regelmässiger Testbetrieb geplant.



Via Engadget
Ausführlicherer Artikel auf Newscientist.com
Sehr ausführliche Projektvorstellung auf der Webseite der National Health Laboratory Services (NHLS)

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